Run the Jewels 3 (Reingehört)

Rhyme Animals & Rap Terrorists

Ich hatte ja bereits mit Run the Jewels 2 so meine Probleme, auch wenn ich beide Künstler auf Ihre Art schätze, erreicht mich auch Run the Jewels 3 auf musikalischer Ebene nicht wirklich, wobei es sich lohnt, zuzuhöhren. Die Beats sind abwechslungsreich, brachial, aber nicht wirkich meine Welt, irgendwas fehlt. Die Lyrics gehen deutlich mehr in die sozialpolitische Richtung, natürlich mit ein paar persönlichen Einschlägen, wobei es die typischen Metaphern (Sport, Sex, …) und diverse Angebereien nach wie vor gibt.

„Wir hatten eigentlich noch nicht vor, das zu veröffentlichen, aber … naja, es fühlt sich jetzt einfach richtig an. Es geht um Angst und es geht um Liebe und es geht darum, dass wir mehr wollen, für uns alle.“ – zum Thema „2100 ft. Boots“

Wie wichtig es ist, nicht gleiches mit gleichem zu vergelten, zeigen die beiden mit Ihren Gästen in allen Facetten. Liebe und Gerechtigkeit sind in düsteren Zeiten extrem wichtig.

Hier nimmt keiner ein Blatt vor den Mund und neben diversen Verweisen auf Filme, Fernsehen, Bücher  und Musicals stützen sie ihre Aussagen auf historische Begebenheiten und auf diverse Persönlichkeiten aus Geschichte und Zeitgeschehen.

El-P und Killer Mike verlangen, sich eine eigene Meinung zu bilden, diese zu äußern und auch dafür einzustehen, auch wenn es unbequeme Folgen haben könnte und auch wenn dieses Album mich musikalisch nicht so packt, es erzählt eine ganze Menge Wahrheiten!

Run the Jewels 3 ist emotional, ehrlich und  persönlich, also eigentlich genau so, wie Rap sein sollte. Und das Musik nicht jedem zu 100% gefällt, ist gut so.

Reinhören und sein eigenes Bild machen!

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