Die letzte Woche durfte ich erkältungsbedingt unter einer Decke auf der Couch verbringen und in den Phasen, wo die Kopfschmerzen dank Ibu nicht vorhanden waren, konnte ich schon mal Fever, das neue Werk von Black Milk genießen. Bekannt für seine grenzenübergreifenden Produktionen begeistert er immer wieder eine große Menge an Menschen, die ein offenes Ohr für gute Musik haben.

Ihr kennt das, Black Milk schafft es immer wieder, traditionelle Rap-Beats mit interessanten Samples und Live-Elementen so zu verbinden, dass nicht nur Rap-Heads begeistert sind. Auch seine nachdenklichen Texte sollte man sich einfach mal anhören, es lohnt sich.

Fever

Black Milks sechstes Solo-Rap-Album und sein erstes Album seit „If There ́s a Hell Below“ (2014), kombiniert spitze und aktuelle Texte mit brillanter Musikalität, einschließlich Schlagzeug von den All-Star-Musikern Chris „Daddy“ Dave (D’Angelo, Adele, Justin Bieber) und Daru Jones (Jack White), Bass von seinem langjährigen Wegbegleiter Malik Hunter und Keys/Gitarre von den Newcomern Ian Fink und Sasha Kashperko.

Black Milk entwickelt seinen Produktionsstil, elektronische, Soul-, Rock- und andere Soundscapes mit elektronischer Programmierung und Live-Musik zu verschmelzen weiter, eine Methode, mit der er schon 2010 auf seinem Album „Album of the Year“ experimentierte. Als zusammenhängendes 12-Track-Projekt erweckt „FEVER“ das Gefühl durch einen endlosen Nachrichten-Feed zu scrollen und dabei auf Black Milk zu stoßen, der mit Einfühlungsvermögen, Klarheit und Witz über die Probleme der Welt berichtet und sie kommentiert.

Zusätzliche Vocals von Dwele, Aaron „Ab“ Abernathy und Sudie (ein Produzent / Sänger, der bei Black Milks Label Computer Ugly unter Vertrag steht) dienen dazu, Blacks schweren lyrischen Inhalten luftige Vibes gegenüberzustellen. „FEVER“ erscheint heute, am 23. Februar über Mass Appeal Records und Computer Ugly.

„Everybody ́s temperature is up right now. The whole world is on edge. This album is my take on the issues I see as the cause for the high temp, and how I’m maneuvering through it.”Black Milk über das Konzept hinter FEVER

Zur Ankündigung des Albums erscheint der Track „Laugh Now Cry Later“, die Leadsingle von „FEVER“, die das mentale und emotionale Tauziehen in den sozialen Medien untersucht.

„One moment you can be super angry about something and a couple of minutes later you’ll see a meme about that very same issue or some other random event that will make you laugh. We’re taking in high volumes of content and experiencing an array of emotions, often times conflicting emotions, all day and night on this social media rollercoaster” Black Milk

Das Album könnt Ihr ab sofort käuflich erwerben und streamen – alle entsprechenden Links findet Ihr hier. Ich wette, Ihr seid ähnlich begeistert wie ich. Absolute Empfehlung.

Tracklist:

01. unVEil (feat. Sudie)
02. But I Can Be (feat. Ab)
03. Could It Be
04. 2 Would Try (feat. Dwele)
05. Laugh Now Cry Later
06. True Lies
07. eVE
08. Drown
09. DiVE
10. Foe Friend
11. Will Remain
12. You Like to Risk It All / Things Will Never Be

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Artikelbild: Delaney Teichler

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Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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