Fragt mich warum, aber irgendwie sind Celo & Abdi die ersten (neben der ganzen Azzlackz-Bewegung), denen ich einen Großteil der Dinge, die sie erzählen, tatsächlich abnehme. Klar, einiges ist absoluter Kappes und Größenwahnsinn spielt hier auch eine große Rolle, aber Authentizität ist hier tatsächlich vorhanden. Oder die Maschinerie um die Jungs ist so großartig, das sie mal eben ganz Rap-Deutschland täuschen.

Wenn man sich mal anschaut, wie schnell dieses Thug-Life Ding in Deutschland durch die Decke ging, wie das Azzlackz-Movement nach oben geht, wie viele gut produzierte Videos bei den gängigen Medienportalen hochgeladen wurden… Die Jungs sind heiß und haben Bock!

Das gesamte Album ist von M3 produziert worden und verdammt noch mal, diese Beats sind durchgängig der Wahnsinn. Was die Raps angeht, bin ich immer hin & her gerissen. Celos Art zu rappen ist irgendwo eigenständig und anders, aber so richtig kicken will es mich nicht. Dann kommen wieder Parts, wo es absolut großartig ist, was er da erzählt und vor allem, wie er es betont. Abdi kann auf jeden Fall was, vor allem die perfekte Kombination diverser Fremdsprachen.

Ich bins Abdi, Erfinder des globalen Rap, aka interlinguales Vokabelheft, Urbanstreetslang, Celo rappt Esperanto, cento per cento, autentico garanto

Großartig auf die Inhalte eingehen, das brauche ich wohl nicht, da jeder, der sich nur ein bisschen mit den Azzlackz auseinander gesetzt hat, weiß worum es geht. Aber das es nicht nur um Nutten, Cash, Haze und so weiter geht, merkt man an Tracks wie ‚Besuchstag‘ ft. Xatar & Veysel oder ‚In Meinem Land‘, wo es tatsächlich richtig tief geht.

Esperanto für die Straße (laut.de). Bestimmt nicht jedermanns Sache, aber dennoch ein spannendes Album, das tatsächlich für Kopfkino sorgt.

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Foto: Marco Perdigones / Blog

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Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

1 Comment

  1. Besuchstag hat was. Ist tatsächlich sehr deep. Aber sonst können die Jungs einfach nicht rappen. Dann doch lieber Müslirap! Hihi!

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