Chinese zum mitnehmen (DVD Review)

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Jeder kennt sie, diese kleinen Geschichten, die irgendwo in jeder Zeitung stehen. Kurios, irgendwo in der Welt passiert, man schmunzelt drüber und denkt „sowas gibts doch gar nicht“. Eine Kuriosität zum Beispiel ist, das ein chinesisches Pärchen in einem Boot sitzt, er will ihr grad einen Heiratsantrag machen, alles ist still, als plötzlich eine Kuh vom Himmel fällt und die Frau tötet. Diese Geschichte ist der Start von „Chinese zum mitnehmen“.

Der Chinese Jun (Ignacio Huang) ist am Boden zerstört und beschließt, seinen Onkel in Argentinien zu besuchen. Dort angekommen, wird er als erstes ausgeraubt und trifft auf Roberto (Ricardo Darin), einen verbohrten Eisenwarenhändler, der sich gerne darüber aufregt, das der Großhändler ihm wieder nur 323 Schrauben, statt der bestellten 350 Schrauben geliefert hat.

Da Jun kein Spanisch spricht und Roberto kein Wort Chinesisch versteht, versucht Roberto eben, Jun bei der chinesischen Botschaft loszuwerden. Da die aber kein Hotel ist, nimmt er ihn wiederwillig mit nach Hause und hilft Jun dabei, seinen Onkel zu suchen und findet dabei einen Ausweg aus seinem eigenen, tristen Dasein.

Roberto (Ricardo Darin)

Da im Film die chinesischen Parts nicht untertitelt sind, kann man schnell verstehen, wie sich Roberto fühlt. Hilflos! Und da er die Gesellschaft von Menschen sowieso nicht so gewohnt ist, versucht er, den Chinesen schnell wieder loszuwerden.

„Chinese zum mitnehmen“ ist ein sehr ruhiger Film, der zeitweise sehr witzig, dann wieder traurig und hin und wieder auch melancholisch ist. Die beiden Hauptdarsteller verstehen sich einander überhaupt nicht aber jeder hilft dem Anderen auf seine Art und Weise und so finden beide zum Schluss Ihr Glück. Jun findet seinen Onkel und Roberto springt über seinen Schatten und fährt zu Maria.

Und da Roberto eben kuriose Zeitungsausschnitte sammelt und er einen Dolmetscher gefunden hat, der ihm von Zeit zu Zeit hilft, stellen sie fest, das die Geschichte mit der Kuh sich auch in Robertos Sammlung befindet. Viehdiebe stehlen nämlich Rindviecher mit einem Flugzeug und werden überrascht, so das sie mit geöffneter Flugzeugklappe starten und die Kühe kurz drauf herausfallen. Das erklärt dann auch die Kuh, die vom Himmel fällt.

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Ein wirklich guter Film, der diverse Preise (Publikumspreis & Bester Film / Filmfestival Rom und Publikumspreis beim int. Filmfestival in Mannheim) eingeheimst hat und mit entspannten 5 Millionen Euro zeigt, das man nicht viel Geld benötigt, um einen guten Film abzuliefern.

[lightgrey_box]Sprache: Deutsch / Spanisch
Ton: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Extras: Making of, Original Trailer, Trailershow
Bild: 2,35:1 / 16:9 PAL / DUAL Layer[/lightgrey_box]

Markus

Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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