Fard • Bellum et Pax (Review)

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Fard betitelt sein neustes Werk wieder einmal mit lateinischen Wörtern. Bellum et Pax bedeutet Krieg & Frieden und  genau das bekommt man dann auch zu hören. Je ein Liebeslied an Mama und an die Musik? Check! Eine weitere Abrechnung mit einer Ex? Check! Hier und da richtig auf die Kacke hauen und einen auf dicke Hose machen? Check! Einfach mal 60 Terrorbars auf die Höhrerschaft loslassen? Erledigt! Eine Hook in seiner Muttersprache Farsi? Auch dabei!

Irgendwie wird man aber das Gefühl nicht los, das man hier wieder mal sehr viele Themengebiete vorgesetzt bekommt, die schon zig mal abgegrast wurden. Gut, kann man machen, irgendwann wiederholt sich eh alles und Fard macht halt das, was er kann, zwischen Hell und Dunkel hin und herspringen, über Gut und Böse rappen, vom Alltag und einer Traumwelt berichten, er verbindet Battle-Tracks mit sozialkritischen und biografischen Themen.

Ein tatsächlich großartiger Anspieltipp ist „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, ein Storyteller über einen Jungen, der in ein neues Land ziehen muss, da in seinem Heimatland Krieg herrscht, ähnlich „persönlich“ und ehrlich ist auch „Kalt wie Gold“, lernen und leben in Deutschland, als Migrant, über falsche Werte, ein sehr kritischer Track. „Rap und Ich“, gefällt, einfach mal die Klappe aufreißen und austeilen. Bis auf einige Textzeilen absolut hörbar!

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„Madar“, der eben schon mal angesprochene Track über Fards Mutter, mit persischer Hook, von der ich kein Wort  versteh, aber es klingt einfach richtig gut. Es gibt noch ein paar ganz frische Tracks, aber grundsätzlich hört man wieder Rap von einer neuen Nummer 1, hier werden wieder diverse Leute „gefickt“, es wird salutiert und geschossen, hier redet wieder der Beste über viel zu elektronische Beats, die nichts besonderes haben.

Fard ist zwar ein sehr selbstbewuster Rapper, aber „Bellum et Pax“ ist eher ein Standard-Rap-Album, da können auch Feature-Gäste wie Redman, die Ruhrpott Elite oder Bobby Valentino nix dran ändern. Wobei der Redman-Track schon ein Knaller ist. Aber ey, Redman, schneid Dir die Haare!

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Markus

Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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