Los Angeles, Compton, da fallen gleich Namen wie N.W.A., Dre, Game und jetzt eben auch Kendrick Lamar. Dr. Dre hat Ihn unter seine Fittiche genommen und laut Presse und anderen Blogs ist ‚good kid, m.A.A.d city‘ eines der HipHop-Highlights des Jahres 2012. Kendrick Lamar erzählt zwar Geschichten aus seinem Leben, aber diese Geschichten handeln eben nicht vom Gangster-Dasein und nächtlichen Schießereien.

Früh hat er angefangen, erste Reime und Texte zu schreiben, damals noch unter K-Dot und inhaltlich eher mit ganz viel Compton-Gangsta-Shit hat er irgendwann die Einsicht bekommen, das er nicht irgendwelche Storys erzählen muss, sondern eben seine Geschichte.

„Warum auch von irgendwelchen Mordanschlägen erzählen, wenn man das nie erlebt hat?“ Klingt einleuchtend, das fand dann auch Dr. Dre und kontaktierte Kendrick nach den Overly Dedicated-Mixtapes (2010). Danach kam das Mixtape Album Section.80 und diverse Zusammenarbeiten mit Schwergewichten wie Snoop Dogg, Dre, Wiz Khalifa, Game, Drake Busta Rhymes, Warren G oder Lil Wayne (um nur einige zu nennen). Snoop Dogg und Game gaben ihm bei einem gemeinsamen Konzert in Los Angeles sogar den Titel „New King Of The West Coast“ und damit ging der Hype weiter.

Keine Frage, der Flow des Herrn Lamar ist ausgewachsen und äußerst gut, inhaltlich geht da auch sehr viel, Produzenten (u.a. Hit-Boy, Tabu, DJ Dahi, Snoop DeVille, Pharrell, Just Blaze) und Gastparts von Jay Rock, Drake, MC Eiht (dessen Part und Beat-Teil großartig ist), Anna Wise sowie Dr. Dre können sich allesamt sehen lassen, dennoch kickt mich das Album nicht richtig. Mag sein, das ich da noch etwas brauche, aber als Album des Jahres 2012 würde ich ‚good kid, m.A.A.d city‘ definitiv nicht bezeichnen.

Das Album passt sich den aktuellen Trends an, klingt also größtenteils eher langweilig und die überall hochgelobten Banger finde ich nur vereinzelt! Gebt Kendrick Lamar mehr Westcoast-Beats im klassischen Sinne, gepaart mit seinem Flow wäre das auf jeden Fall Wahnsinn! So ist es zwar gut hörbar, aber nicht wirklich umwerfend.

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Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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