Straßenrap mit BoomBap Beats sind ja grad angesagt, SSIO, Der Plusmacher, alles funktioniert sehr gut! Ähnliches findet man bei Omik K. auch, nur mit viel weniger BoomBap und gar keiner Ironie! Denn wo man bei SSIO oder dem Plusmacher die Ironie hört, den Spaß, wie man sich über sich selber lustig macht (und natürlich auch andere), hört man bei Omik K. nur „Sangre Mala” – böses Blut! Der Bezirk brennt, man weint tausend Tränen, es geht um Überdosen, asoziales Leben, schlicht um ganz unten.

Omik K. spricht kompromisslos und rabiat über das, was ihn stört, was ihm nicht passt, was er erlebt hat und was er hasst! Was kommt dabei rum? Kurz gesagt direkter „Anabolika In die Fresse Rap“!

Zumindest soll uns das wohl vermittelt werden. Gut, in Cuba kann ich mir das gut vorstellen, da kommt Omik K. schließlich her und er verarbeitet hier auch bestimmt ein ganzes Stück seiner Geschichte, die auch in Deutschland bestimmt nicht immer ganz einfach war, aber ich höre hier sehr viele parallelen zu anderen Rapgeschichten, die uns seit geraumer Zeit begleiten, kurz gesagt, es wird nix neues erzählt.

Omik K. klingt hungrig, er ist auch bestimmt heiß wie Feuer, auf Rap, auf Geschichten von der Straße, aber es passiert nicht viel, es erreicht mich einfach nicht! Die Einschätzung, ob es sein selbstbewusster Umgang mit der Außenseiterrolle, seine emotionale und ehrliche Art über das Leben zu sprechen oder der Kampf auf der Suche nach dem richtigen Weg ist, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Als Gäste auf dem Album hört man Plusmacher und Big A. Produziert wurde es von Phatal Beatz,MecsTreem und Defekto. Die Beats sind brachial und durchweg etwas zu viel! Wer es braucht… ich nicht! 

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