„I got so much – I got so muuuuuuuuch! – I’m fucking rich.“

Eins vorne weg, überschwängliche Geschichten in Form von Storytelling erwartet man von einem Wiz Khalifa einfach nicht. Er führt halt ein Luxus-Kiffer-Leben und redet eben ausführlich darüber. In nahezu jedem Track, auf nahezu jedem Album / Mixtape / Free-Download-EP / whatever… Warum zum Teufel ordert sich der Herr Khalifa von seinem übermäßig vielem Cash nicht mal was bei Jochen Schweizer oder auch bei MyDays, dann hätte er thematisch endlich mal was neues zu erzählen als

Diamonds all in my brain, n**ga
Gold watches, gold chain, n**ga
Hundred dollar champagne, n**ga
Yeah, my money insane n**ga
Yeah, I’m making it rain n**ga
But I was just on a plane, n**ga
Buying gear, flying here…

Ok, er hat mit dem, was er macht, richtig viel Erfolg und kauft sich von seinem Geld halt viel Schmuck, Klamotten, Autos, Häuser, Champagner, Ladys und natürlich gutes Gras, ist auch absolut legitim, aber mich als Zuhörer langweilt dies ständige Geblubber, auch wenn es mit einem entspanntem Flow vorgetragen wird, schon sehr.

Können die Beats wenigstens was? Bedingt. Teils gefällt der Sound richtig gut, schön zum entspannten halt und das er solche Beats pickt, ist jetzt nicht verwunderlich, funktionieren schließlich bei Kendrick Lamar oder Frank Ocean auch. ‚Work Hard, Play Hard‘ drückt schon etwas, aber so Dinger wie ‚Fall Asleep‘ gehen einfach mal gar nicht. Nervtötendes Gejammer von einer Dame, darüber irgendwelches ‚I got so much Swaaaaaag‘ Gelaber, gemischt mit extrem langweiligem Beat-Sample-Gemisch, danke, wohl der schlimmste Track im Jahr 2012.

Ist ‚O.N.I.F.C.‘ ein schlechtes Album? Nein, auf keinen Fall, es gibt immer wieder kleine Höhepunkte, man kann sich das ganz gut anhören, auch wenn es immer wieder Tracks gibt, die einen dank suspekten Ambient-Sounds und anderen sphärischen Klängen gerne auf die Skip-Taste drücken lassen.

Dennoch, echte Kiffermusik machen halt Cypress Hill, nur ohne Luxus-Gelaber, da hilft auch kein Cover-Artwork, das doch sehr an den Homie Prince aka The Sign aka The Artist Formerly Known As Prince erinnert.

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Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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