Das Buch Über Leben mit KI von Rolf Schwartmann ist ein äußerst gelungenes und lesenswertes Werk in einer Zeit, in der digitale Technologien unseren Alltag radikal verändern. Dem Autor gelingt es hervorragend, ein oft unübersichtliches und technisches Thema auf verständliche und sehr menschliche Weise zu erklären.
Inhaltlich führt das Buch durch die verschiedenen Bereiche, in denen Künstliche Intelligenz bereits heute unser Leben prägt, sei es in der Arbeitswelt, in der Bildung oder im gesellschaftlichen Miteinander. Eine große Stärke der Darstellung liegt in ihrer Ausgewogenheit. Schwartmann verfällt weder in düstere Panikmache noch in unkritischen Begeisterungstaumel. Stattdessen beleuchtet er sachlich, welche Chancen die neuen Werkzeuge bieten, zeigt aber genauso klar auf, wo rechtliche und ethische Grenzen verlaufen müssen.
Besonders wertvoll ist der Fokus auf den Menschen. Es geht nicht rein um technische Funktionsweisen oder trockene Gesetzesparagrafen, sondern um grundlegende Fragen unserer Freiheit, unserer Privatsphäre und unserer Selbstbestimmung. Der Autor erklärt nachvollziehbar, wie Regeln und Datenschutz dazu beitragen können, dass die Technik dem Menschen dient und nicht umgekehrt.
Dank der klaren Sprache, der anschaulichen Beispiele und des klugen Aufbaus ist das Buch auch für Leserinnen und Leser ohne Vorkenntnisse ein Gewinn. Es nimmt Berührungsängste, schärft den Blick für die Realität und vermittelt ein beruhigendes Gefühl von Orientierung. Über Leben mit KI ist eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die die digitale Zukunft nicht nur erdulden, sondern bewusst verstehen und mitgestalten wollen.
Über Rolf Schwartmann:
Rolf Schwartmann ist Professor an der Technischen Hochschule Köln, Leiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht an der TH Köln und Vorsitzender der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e. V. Er gilt als einer der prägendsten Rechtswissenschaftler auf diesen Gebieten. Zu den Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz veröffentlicht er regelmäßig Artikel und Beiträge in verschiedenen Zeitungen, unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Kölner Stadt-Anzeiger und im EXPRESS. Durch seine journalistische und wissenschaftliche Arbeit schlägt er eine Brücke zwischen der juristischen Fachwelt, gesellschaftlicher Verantwortung und der breiten Öffentlichkeit.

