Schon wieder ein Highschool-Horrorstreifen, der peinlich genau versucht, jedes abgegriffene Klischee aus dem Grusel-Lehrbuch für müde Genre-Kost abzuhaken. Whistle reitet auf einer Welle von Belanglosigkeit dahin, die einen nicht einmal gruselt, sondern primär gähnen lässt.
Der Film bedient sich völlig uninspiriert aus der Klischeekiste: Da treffen die typischen Highschool-Stereotypen wie der Nerd, die Schöne, die Neue, die Jungs vom Basketball-Team und der Außenseiter aufeinander. Sie alle stolpern über eine Schulhistorie voller ominöser Todesfälle und verfluchter Artefakte. Richtig absurd wird es, wenn die Handlung bei einem lokalen Fest mit Verkleidungen und Labyrinth-Kulisse eskalieren soll – statt packendem Horror wirkt das Durcheinander im Kostüm-Getümmel aber eher unfreiwillig komisch und bemüht.
Was folgt, ist ein extrem flacher und zäher Plot, der völlig risikolos von A nach B schleicht. Statt echter Atmosphäre setzt die Regie stur auf billige, millimetergenau vorhersehbare Jump-Scares. Wer auch nur drei Horrorfilme gesehen hat, weiß genau, wann nach der langen Stille der laute Knall kommt. Es ist einfach absolut nichts Besonderes dabei.
Ein völlig belangloser Film aus der Konserve, den man bereits fünf Minuten nach dem Abspann wieder vergessen hat.
Fazit: Man muss dem Film immerhin zugestehen, dass die Figuren optisch gut designt und handwerklich stark geschminkt sind. Aber dieses kleine visuelle Highlight rettet das Debakel am Ende auch nicht mehr und macht den Film im Gesamtbild nicht unbedingt besser. Whistle bleibt ein völlig belangloser Streifen aus der Konserve, den man fünf Minuten nach dem Abspann schon wieder vergessen hat.