Es ist mir schon immer ein Rätsel gewesen, warum die Figur des Predators eine derartige Faszination auf so viele Menschen ausübt. Dieser ganze Hype um einen außerirdischen Jäger mit fortschrittlicher Technologie hat mich persönlich einfach nie abgeholt. Dennoch bin ich mit einer gewissen Offenheit an Predator: Badlands herangegangen, in der Hoffnung, dass das Franchise vielleicht doch noch eine Seite zeigt, die mich fesseln kann.
Im Vorfeld wurde das Werk unter der Regie von Dan Trachtenberg ja durchaus vielversprechend angepriesen. Beschrieben wird Predator: Badlands von vielen Seiten als rasanter und emotionaler Sci-Fi-Actionfilm, der die gewohnte Erde hinter sich lässt und stattdessen komplett auf fremden Planeten spielt. Und man muss dem Film zumindest in einem Punkt absolute Anerkennung zollen: Er überzeugt tatsächlich durch sehr starke visuelle Effekte. Die fremden Welten, das Design der Umgebungen und die technische Umsetzung der Kreaturen sehen fantastisch aus und beweisen, dass hier Profis am Werk waren.
Aber all diese optische Brillanz nützt am Ende leider rein gar nichts. Wenn man unter die hübsche, effektgeladene Oberfläche schaut, bleibt Predator: Badlands ein unendlich langweiliger Streifen. Die versprochene Emotionalität verpufft völlig, weil die Charaktere seltsam blass bleiben und man zu keinem Zeitpunkt wirklich mit ihnen mitfiebert. Die angebliche Rasanz weicht immer wieder zähen, in die Länge gezogenen Passagen, in denen sich die Handlung regelrecht im Kreis dreht.
Letztendlich ist es ein Film, der zwar toll aussieht, aber inhaltlich vollkommen leer ist. Wer mit dem Predator bisher nichts anfangen konnte, wird durch diesen Film ganz sicher nicht bekehrt, und man ertappt sich viel zu oft dabei, heimlich auf die Uhr zu schauen oder durch die sozialen Kanäle zu scrollen.

