Reingeschaut: The Unholy Trinity

Endlich gibts mit The Unholy Trinity mal wieder einen Western. Früher habe ich es geliebt, Sonntags, Regen prasselt an das Wohnzimmerfenster, man liegt gemütlich auf der Couch und schaut einen schönen Western. Mit dem wirklich gelungenen, düsteren Western-Epos von Gray Picture kam dies Gefühl wieder ein wenig hervor.

Und ja, es stimmt, das Western-Genre wurde oft für tot erklärt, doch Filme wie eben The Unholy Trinity beweisen eindrucksvoll das Gegenteil. Regisseur Richard Gray liefert hier nicht nur einen bloßen Actionfilm ab, sondern ein atmosphärisches Machtwerk vor der weiten Kulisse Montanas, das von Verrat, Rache und dunklen Familiengeheimnissen erzählt.

Die Handlung / Kurzgesprochen:

Die Geschichte spielt im Montana der 1870er Jahre. Henry (gespielt von Brandon Lessard) erhält den Auftrag, den Mann zu töten, der seinen Vater unschuldig an den Galgen gebracht hat. Dieser Mann ist der neue Sheriff der Stadt, Gabriel Dove. Was als Rachefeldzug beginnt, entwickelt sich schnell zu einem komplexen Netz aus Lügen, als Henry zwischen die Fronten zweier Legenden gerät.

Pierce Brosnan in Bestform

Der unbestrittene Höhepunkt des Films ist das Casting. Allen voran Pierce Brosnan, der sein schauspielerisches Können hier in Bestform zeigt, als Sheriff Gabriel Dove.

Charisma trifft auf Härte: Brosnan legt sein Gentleman-Image ab und zeigt eine raue, undurchsichtige Seite. Er spielt Dove nicht als eindimensionalen Bösewicht, sondern als jemanden, der von seiner Vergangenheit ebenso gezeichnet ist wie von seiner Macht. Jedes Mal, wenn Brosnan die Leinwand betritt, herrscht eine knisternde Spannung. Er verleiht dem Film eine gewisse Gravitas, die an die großen Western-Klassiker erinnert.

Ein Duell der Giganten?

Der Film lebt vom perfekten Zusammenspiel und dem Gegeneinander, ich spreche hier von Pierce Brosnan und Samuel L. Jackson (als St. Christopher). Es ist ein Fest für Filmfans, diese beiden Ikonen gemeinsam agieren zu sehen. Während Jackson die gewohnte Intensität und mystische Aura mitbringt, bietet Brosnan den kühlen, berechnenden Gegenpol. Brandon Lessard hält sich zwischen diesen beiden Schwergewichten erstaunlich gut und dient als emotionaler Anker der Geschichte.

Diese Atmosphäre, diese Inszenierung, vor allem visuell ist The Unholy Trinity ein Genuss.

Es gibt eine fantastische Kameraarbeit, die rauen Landschaften Montanas (gedreht an der historischen Yellowstone Film Ranch) werden wunderschön eingefangen und unterstreichen die Isolation der Charaktere. Und das gute ist: Dieser Film nimmt sich Zeit. Er hetzt nicht von einer Schießerei zur nächsten, sondern baut die Bedrohung langsam auf, bis sie im unvermeidlichen Finale explodiert.

Fazit:

The Unholy Trinity ist wirklich ein Muss für Fans des Neo-Westerns. Es ist ein Film, der weniger auf Non-Stop-Action setzt, sondern auf starke Dialoge, moralische Grauzonen und drei herausragende Hauptdarsteller. Besonders Pierce Brosnan beweist erneut, dass er im Charakterfach angekommen ist und auch im Staub des Wilden Westens eine grandiose Figur macht.

The Unholy Trinity Trailer:

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Kategorien: Entertainment, Reingeschaut

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