Es ist Sommer, wir schreiben das Jahr 1990 und ich gehe mit dem Skateboard unterm Arm aus dem Haus. „Bin um 19 Uhr wieder da“ rufe ich und knall die Tür zu. Der Walkman hat frische Batterien und das Tape Licensed to Ill von den Beastie Boys ist auf Anfang gespult.

Mit The New Style, Girls und Time to Get Ill auf den Ohren geht es Richtung Kirchplatz, dem damaligen „Skatespot“ in meinem Heimatdorf. Hier drückte mir jemand ein Tape in die Hand. Auf der A-Seite befand sich Bad Religions Suffer und auf der B-Seite Liberal Animation von NOFX und ja, es war genau mein Sound.

NOFX - First Ditch Effort

Heute, gut 26 Jahre später freue ich mich natürlich, wenn eben so eine Band, die mich fast mein ganzes Leben lang begleitet hat, nach wie vor Alben herausbringen und ihrem Sound treu geblieben sind. Wobei die Alben Liberal Animation, Ribbed & The Longest Line für mich bis heute unerreicht sind.

First Ditch Effort

Das 13. NOFX-Werk liefert natürlich wieder feinsten, melodischen Punkrock, seit über 30 Jahren bleiben Fat Mike und Co. ihrer Linie, die sie auf bereits 12 Studioalben fahren, treu.

Der Opener ist ein Track, den es vor 10 Jahren wohl so nicht gegeben hätte. „Six Years On Dope“ behandelt das Thema Leben eines Drogenabhängigen in gut 1,5 Minuten.  Zum Glück liegt die eigene Drogenvergangenheit der einzelnen Bandmitglieder schon länger zurück.

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Six Years On Dope liefert aber genau das, was man erwartet. Rauer Skatepunk mit genau der Stimmlage von Fat Mike, die man erwartet. Dazu die nicht immer ganz jugendfreien Lyrics – eben ein waschechtes NOFX-Album – denn die anderen 12 Tracks stehen dem Eröffnungstrack in nichts nach.

NOFX bleiben NOFX und das ist auch gut so. Auch nach über einem Viertel Jahrhundert klingen die Jungs verdammt gut und Nein, sie machen sich nicht lächerlich – warum auch?

Wer meint, das man mit 49 Jahren nicht mehr Lyrics ins Mic rotzen kann, mit 50 Jahren nicht mehr am Schlagzeug sitzen könnte oder nicht mehr mit einer Gitarre über eine Bühne hüpfen darf, der sollte schnell den Stock aus dem Hintern ziehen und sich vom Acker machen.

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Diese Band mach schlichtweg Spaß und keine Frage – sie sind noch nicht am Ende, da kann man sich sicher sein! Wir können uns also auf noch mehr gute Musik freuen!

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Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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