Wenn man verliebt ist, kann man schon mal über so manche Dinge hinwegsehen. Aber wie würde man reagieren, wenn der Mensch, den man über alles liebt, wegen bestialischem Mord, Vergewaltigungen und Entführungen verhaftet wird, aber alles wirklich glaubhaft bestreitet? Weiterhin Vertrauen? Alles Glauben oder doch verstoßen?

Schwieriges Thema! Aber diese Frage musste sich Liz damals auch stellen, nachdem man ihren Partner Ted Bundy verhaftet hatte.

Worum geht es genau?

Von 1974 bis 1978 hält eine brutale Mordserie die gesamte USA in Atem. Mehr als 30 junge Frauen fallen den grausamen Verbrechen zum Opfer. Ted Bundy (Zac Efron): Attraktiv, smart, charismatisch. Liz (Lily Collins): Alleinerziehende Mutter und Ted‘s Charme erlegen. Ein Bild von häuslicher Glückseligkeit, die Zwei scheinen alles im Griff zu haben.Als Ted 1975 verhaftet und beschuldigt wird eine wachsende Serie an grausamen Morden an jungen Frauen begangen zu haben, wird dieses Bild schlagartig erschüttert. Die Besorgnis wird bald zur Paranoia – Liz ist gezwungen zu überdenken, wie gut sie den Mann kennt, mit dem sie ihr Leben teilt. Als die Beweise sich häufen, muss sie sich entscheiden ob Ted das Opfer, oder tatsächlich der Täter ist…

Wer allerdings erwartet, die Mordserie von Ted Bundy beobachten zu können, wird enttäuscht. Im Film lernt man Ted von seiner positiven Seite kennen und kann sich seiner Ausstrahlung nur schwer entziehen. Er behandelt seine Freundin gut, spielt mit deren Tochter, studiert Jura und hat mehr als 30 Menschen getötet.

„The court finds that both of these killings were indeed heinous, atrocious, and cruel and that they were extremely wicked, shockingly evil, vile, and the product of a design to inflict a high degree of pain and utter indifference to human life“ 

Richter Edward Cowart bei der Verurteilung von Ted Bundy

Ich fand den Film äußerst ruhig, die Schauspieler sind zum Großteil sehr gut gewählt, also Zac Efron als Ted Bundy ist erstklassig besetzt und wer denkt, Zac Efron kann eher nur High-School-Musicals oder Quatsch-Rollen spielen, der wird definitiv eines besseren belehrt. Er spielt diese Rolle wirklich fantastisch.

Joe Berlinger hat bei diesem Film Regie geführt. Bereits bei „The Ted Bundy Tapes“ (Netflix) hatte er sich schon in dokumentarischer Form dem Serienkiller genähert. Berlinger hat auch diesen Spielfilm fantastisch umgesetzt.

Er konzentriert sich, wie eben schon gesagt, nicht auf die Taten und die Hintergründe, warum ein Mensch so etwas macht, sondern auf die Manipulation einer halben Nation durch Ted Bundy. Immerhin schaffte der Soziopath es, seine Unschuld glaubhaft rüberzubringen. Er ist halt wirklich undurchschaubar, charmant, glaubhaft, es gibt Momente, da glaubt man selber, dass Ted Bundy unschuldig ist oder war. Die Faszination „Serienkiller“ hat damals zurecht viele Menschen gepackt.

Immer wieder werden Bild- und Tondokumente von damaligen Nachrichtensprechern oder TV-Berichten im Film eingebaut, was wirklich sehr gut passt. Rundrum fand ich Extremely Wicked – Shockingly Evil & Vilè sehr gut und kann ihn Euch nur ans Herz legen.

Trailer:

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DVD-Fakten:

Darsteller: Zac Efron, Lily Collins, Jim Parsons, John Malkovich, Angela Sarafyan
Regisseur(e): Joe Berlinger
Format: Breitbild
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 2.39:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Constantin Film
Erscheinungstermin: 4. Juli 2019
Produktionsjahr: 2018
Spieldauer: 106 Minuten

Author

Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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