Zusammen it Irie Révoltés bespielte Carlos Charlemoine so ziemlich jede große Festivalbühne in Deutschland und war in halb Europa unterwegs. Nach gut 18 Jahren will er jetzt einfach mal solo loslegen, „Trojanisches Pferd“ ist also das Ergebnis.

Der Tonträger liefert sozialkritische Texte, bei denen man gerne mal um die Ecke denken muss. Musikalisch gibt es ein Kessel Buntes aus Dance-Beats, Gitarren, Dancehall-Riddims und ein paar Electro-Sounds.

Die Songs müssen gut Druck haben, das war mir sehr wichtig. Ich wollte Melodien, die hängen bleiben, Rhythmen, die einen mittragen und vor allem starke Bässe, die einen so richtig reinziehen in den Song. Bloß nicht dieses Zeigefinger-Ding…

Cetce

Ich habe hier große Schwierigkeiten gehabt, die komplett durchproduzierten Beats auf diesem Album richtig zu greifen. Mir ist das alles etwas zu clean, zu vorhersehbar und doch wieder zu vollgepackt und zu durcheinander. Das Album, bzw. die Beats haben sehr viel Energie, aber mich packt diese Energie einfach nicht.

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Das mag vielleicht auch an der leicht nöligen Art von Cetce liegen, in der er seine Lyrics vorträgt. Mit dieser Art steht Cetce zu sehr auf der Bremse und kommt nicht so richtig auf Touren, auch wenn die Beats mehr verlangen.

Inhaltlich kann sich das Album aber auf jeden Fall sehen lassen, hier wird das Thema Plastik und die Verunreinigung der Meere genau so thematisiert, wie das Thema Konsum und Geld und wie so mancher Mensch damit umgeht. Damit kratze ich aber nur an der Oberfläche, die 13 Anspielpunkte liefern wesentlich mehr ab.

So einen richtigen Lieblingstrack kann ich Euch hier gar nicht nennen, da müsst Ihr Euch selber einfach mal ein Bild machen, auf seinem Youtube-Kanal gibt es diverse Videos, die auf Euch warten.

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Mich hat also das Trojanische Pferd von Cetce nicht überzeugt, aber das sieht ja zum Glück jeder anders.

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Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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