Auf dem Papier klingt die Prämisse von Dangerous Animals nach einem feuchten Traum für Grindhouse-Fans: Ein sadistischer Serienkiller trifft auf die unerbittliche Naturgewalt in Form von Haifischen. Doch was als innovativer Genre-Mix aus Slasher und Tierhorror geplant war, entpuppt sich als ein Film, der zwischen zwei Stühlen sitzt und dabei irgendwann schmerzhaft auf dem Boden aufschlägt.
Das größte Manko des Films ist die mangelnde Synergie zwischen den beiden namensgebenden Gefahren. In einem guten Horrorfilm sollte der Horror kumulativ wirken – hier jedoch neutralisieren sich der Killer und die Haifische gegenseitig.
Jedes Mal, wenn die klaustrophobische Spannung im Versteck des Killers mühsam aufgebaut wird, gibt es einen Fokuswechsel, der wie ein Spannungskiller wirkt: Ab zu den CGI-lastigen Hai-Angriffen. Man hat ständig das Gefühl, man schaut nicht einen spannenden, sondern eher zwei halbgare Filme zeitgleich.
Die Motivation des Killers, seine Opfer in Hai-verseuchten Gewässern auszusetzen, wirkt extrem konstruiert. Anstatt die psychologische Tiefe eines Serienmörder-Thrillers auszuspielen, verkommt der Antagonist zur bloßen Randfigur, sobald die erste Rückenflosse auftaucht
Ein Serienkiller braucht Intimität und Kontrolle; ein Hai braucht Weite und Instinkt. Dangerous Animals schafft es nicht, diese gegensätzlichen Dynamiken sinnvoll zu vereinen. Der Serienkiller ist Klischeehaft, ohne eine klare Handschrift, die Haifische verlieren Ihren Reiz aufgrund übermäßig präsentes CGI. Die Kombination ist unfreiwillig komisch anstatt bedrohlich. Am Ende ist es alles sehr vorhersehbar und langweilig.
Fazit: Zu viele Köche verderben den Brei
Anstatt die Urängste vor dem Bösen in Form eines Serienkillers und der unberechenbaren Natur zu potenzieren, wirkt die Kombination in Dangerous Animals wie ein verzweifelter Versuch, Aufmerksamkeit durch Absurdität zu generieren. Der Film kann sich nicht entscheiden, ob er ein psychologisches Kammerspiel oder ein plakatives Creature-Feature sein will. Das Ergebnis ist ein unkonzentriertes Stück Genre-Kino, das weder Fans von Das Schweigen der Lämmer noch Fans von Der weiße Hai zufriedenstellen wird.
Zeitverschwendung.

