Reingeschaut: Freaks Out

Es ist keine Gabe - es ist ein Fluch!
8. Juli 2023
2 Min. Lesezeit
749 mal gelesen
Freaks Out

Freaks Out von Gabriele Mainetti, ein besonderer, faszinierender Superheldenfilm – so steht es auf dem Cover und nachdem am Anfang gezeigt wird, wie die elektrisch aufgeladene Matilde (Aurora Giovinazzo) Glühbirnen zum Leuchten bringt, dass der Wolfsmensch (der irgendwie an Chewbacca erinnert) Fulvio (Cluadio Santamaria) übermenschliche Kräfte hat, wie der Albino Cencio (Pietro Castellitto) mit seiner Kraft der Gedanken Insekten beherrschen kann und der magnetische Mario (Giancarlo Maritini) sich metallische Gegenstände an den Körper klebt, erinnert dies schon an eine dieser historischen Freakshows, in denen Menschen vorgeführt wurden.

Mit der seichten Musik und der anscheinenden Kinderfreudlichkeit ist es aber kurz drauf vorbei, als der Weltkrieg auch in diesem Ort mit voller Wucht zuschlägt.

Worum geht es genau in Freaks Out?

Sie sind eine Laune der Natur und durch ihre Superkräfte die größte Attraktion im Zirkus: ein magisch begabter Albino, ein magnetischer Zwerg, ein Wolfsmensch und eine elektrisierende Tänzerin. Als die Deutschen 1943 in Rom einmaschieren und ihr Zirkusdirektor und Ziehvater Israel auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit spurlos verschwindet, beginnt für Cencio, Mario, Fulfio und Matilde eine bizarre Odyssee durch die vom Krieg zerrissene ewige Stadt. Die Vier müssen gemeinsam ums Überleben kämpfen und hoffen, im Zirkus Berlin eine neue Heimat gefunden zu haben. doch der Zirkusdirektor und fanatische Nazi Franz (Franz Rogowski) hat es auf ihre Superkräfte abgesehen, um eine Niederlage der Nazis zu vereiteln.

Sagen wir mal so: Optisch und handwerklich ist dieser Film ein absolutes Highlight. Er liefert tolle Bilder, sehr gute Special Effects, die Figuren sind klasse und das Lied, welches Franz am Flügel spielt, grandios eingesetzt.

Aber das wars dann auch schon. Die Story an sich ist in meinen Augen absolut lahm. Lediglich Obernazi Franz liefert einige gelungene Szenen. Franz Rogowski spielt diesen Menschen, diesen Comic-Bösewicht, erstklassig und liefert einige Lacher zwischendurch.

Seine Zukunftsvisionen liegen in Form von Zeichnungen überall auf seinem Schreibtisch herum, zum Beispiel ein Fidget-Spinner, eine iPhone-Zeichnung, Playstation-Controller und das Highlight in Form von Musik spielt er auf dem Piano vor den anderen Obernazis: Creep von Radiohead, ein Song, der erst 50 Jahre später erscheint…

Creep (Radiohead) in der Version von Michele Braga und Gabriele Mainetti.

Alles andere aber geht unter, ich konnte der ganzen Story nix abgewinnen, die Geschichte hat mich an keiner Stelle gepackt und zum weiterschauen animiert. Die Gesamtlänge von 141 Minuten habe ich nicht geschafft, ich habe zwar immer wieder gescippt, um zu sehen, ob es vielleicht doch noch irgendwo etwas packendes gibt, aber nein, es wurde einfach nicht besser.

Wie gesagt, tolle Bilder, tolle Schnitte, gute Effekte, aber eine nicht packende Story und die ist nun mal nicht ganz unerheblich. Mich hat Freaks Out leider nicht überzeugt.

Freaks Out Trailer:

Freaks Out Bluray-Fakten:

  • Seitenverhältnis:‎ 2.39:1
  • Alterseinstufung:‎ Freigegeben ab 16 Jahren
  • Medienformat: ‎Breitbild
  • Laufzeit: ‎2 Stunden und 21 Minuten
  • Erscheinungstermin:‎ 23. Juni 2023
  • Darsteller: ‎Aurora Giovinazzo, Claudio Santamaria, Pietro Castellitto, Franz Rogowski
  • Studio: ‎SquareOne Entertainment (im Vertrieb von LEONINE)
  • ASIN:‎ B0BYBH6YG3
  • Anzahl Disks:‎ 1

Markus

Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Ab nachoben!