Reingeschaut: London Calling

London Calling ist die Art von Film, bei dem man schon beim Lesen der Prämisse – ein abgehalfterter Auftragskiller muss den tollpatschigen Nerd-Sohn seines Bosses zum “Mann” machen – weiß, was man bekommt. Und Überraschung: Man bekommt genau das! Aber das ist nicht zwingend schlecht, denn die Mischung aus britischer Härte (die in L.A. ein wenig aufgeweicht wird) und amerikanischer Situationskomik sorgt für einige echt lachhafte Momente.

Die Story? Der Auftragskiller Tommy (Josh Duhamel) vermasselt einen Auftrag in London, muss nach L.A. fliehen und bekommt dort den Auftrag, den komplett ahnungslosen Julian (Jeremy Ray Taylor) zu betreuen, damit der Papa, ein Gangsterboss, der irgendwie nur zu Hause rumhängt, stolz sein kann. Natürlich geht bei der ersten “Lektion” – einem professionellen Mordauftrag, wie könnte es anders sein – alles schief, was schiefgehen kann.

Was funktioniert? Die Dynamik zwischen dem zynischen, überforderten Tommy und dem sehr übermotivierten, aber inkompetenten Julian ist das Herzstück und liefert die besten Gags. Man fiebert nicht wirklich mit, aber man kichert regelmäßig und lacht auch ab und an laut, vor allem wenn Julian seine LARP-Fähigkeiten (Live Action Role-Playing) auf die reale Gangsterwelt anwenden will. Rick Hoffman als einer der Bosse ist herrlich überzeichnet und Aidan Gillen als Londoner Bösewicht erinnert daran, dass Briten selbst beim drohen noch elegant klingen.

Wo hängt’s? Der Film ist mit knapp 114 Minuten ein bisschen zu lang geraten. Man spürt, wie die Gags gegen Ende dünner werden und die Action nicht wirklich reinhaut – sie ist eher nett als atemberaubend. Und ja, die Handlung ist so vorhersehbar wie der Londoner Regen, was aber am Ende absolut ok ist.

Fazit:

London Calling ist keine Offenbarung, aber er ist solide, kurzweilige Unterhaltung. Wenn Sie das Gehirn ausschalten und eine Action-Komödie suchen, bei der man sich nicht überanstrengen mussen, dann ist dieser Film eine absolute Empfehlung. Er ist so etwas wie ein Film-Fast-Food: Man weiß, es ist nicht die gesündeste Wahl, aber es macht für den Moment zufrieden und belustigt. Für einen entspannten Abend auf der Couch mit Popcorn: “Gerne, warum nicht?”

London Calling Trailer:

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Categories: Entertainment, Reingeschaut

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