Mit so ein paar Alben fahre ich jetzt schon eine ganze Zeit durch die Gegend. Jeden Tag sehe ich sie, höre sie teilweise auch täglich, weil sie einfach gut sind. Also ist mal wieder Zeit für ein ShortCuts. Diesmal finden Swollen Members, Tyga, Antihelden, Snoop Lion, Tyler the Creator sowie LL Cool J einen Platz in den ShortCuts!

Swollen Members also, die sehr herzlichen und netten Menschen, die einen jedes mal durchdrehen lassen, wenn sie live auf die Bühne gehen, wo Stage-Diving an der Tagesordnung steht, bringen wieder ein neues Album raus. Beautiful Death Machine ist Ihr 10. Studio-Album und von vorne bis hinten feierbar. Egal ob an der Seite von Ill Bill, Esoteric, Slain, Vinnie Paz oder Apathy, Mad Child und Prevail glänzen auf den rauen und elektronischen Beats. Hier und da ein paar Ausflüge in Richtung Dubstep (Juggernaut) sind genau so gut wie Kopfnicker (Bax War) oder ruhige Dinger (Mercenary). Überaus gelungen.

In Großraum-Discos ist Tyga und sein relativ einfacher Sound beliebt, keine Frage, zum nebenher  durchhören ist das auch noch ok, wenn man immer in der nähe der Skip-Taste sitzt, da man (in diesem Fall ich) immer wieder dazu genötigt wird, die tatsächlich langweiligen Texte und nervigen 808er schnell weiter zu klicken. Bis man dann zu „Diss Song“ kommt, dem wohl besten Track auf dem 18-Track starkem Album. Sehr smooth, netter Beat, die Lyrics gehen auch klar, erinnert mich tatsächlich etwas an Promoe! Unglaublich, aber wahr. Großartiger Track! Der Rest von „Hotel California“ ist eher mau! Sehr mau!

Kommen wir zu den Antihelden, in diesen ShortCuts die einzige Deutsche Crew, aber definitiv ganz weit vorn, wenn es darum geht, auf den vorderen Plätzen der 11. ShortCuts zu landen. Die Beats (u.a. von Shuko, Mortis One, SirQlate oder auch 7inch) sind perfekt und bieten die gesamte Bandbreite, die man als Rap-Fan braucht. Auch sämtliche Features (u.a. Headtrick, Mortis One, JAW oder Morlockk Dilemma und int. Acts wie RA The Rugged Man, Rasco oder Kool G Rap) funktionieren genau so wie Abroo und SirQlate. Cuts von Access, Danetic oder X-Rated sitzen On Point und machen das Album rund und fett! Ein Pflichtprogramm für Rap-Fans.

Snoop Lion also, Reggae also, oder doch Pop-Musik? Miley Cyrus spricht auf jeden Fall für Pop-Musik (und der Track ist auch eher was für die Bravo-Hits), Mr. Vegas drückt an der Seite von Snoop Lion auf Fruit Juice auf jeden Fall mehr in die Clubs, geht schon eher klar. Es gibt aber auch Total-Ausfälle wie Get Away ft. Angela Hunte, da höre ich doch eher Scooter, also sowas! Auf Reincarnated haben wir also von totalem Schrott über partytaugliche Pop-Musik bis hin zu Roots-Reggae alles vertreten. Meiner Meinung nach ein Album, das eigentlich niemand braucht, das aber mit ganz vielen Ausnahmen doch klar geht! Irgendwie.

Kommen wir zu Tyler, The Creator! Muss man dazu noch viel sagen? Abgefahren, durchgedreht, größenwahnsinnig, klug, verrückt, krank, perfekt, anders, genau richtig. Komplett produziert von Tyler selber, besetzt mit ein paar Gästen, die dann aber entweder hochkarätig oder mindestens genauso verrückt. Wolf? Pflichkauf. Isso!

Jemand, der irgendwie immer wieder auftaucht, ist LL Cool J. Authentic ist sein gefühltes 147. Album, klar, der Mann hat diverse Hits abgeliefert, muss respektiert werden und schenkt uns auch auf seinem neusten Werk diverse Hits, er muss halt niemanden mehr was beweisen, wer er ist oder was er kann, das wissen wir alle. Dennoch kommt es irgendwie langweilig rüber, da holt man sich Brüll-Hannes Fatman Scoop ins Studio und drängt sich in den Club, schrecklich! Mit Travis Baker scheint er ganz dicke zu sein, auch Eddie van Halen oder Earth, Wind & Fire holt er sich ins Studio. Rockstars unter sich. Soweit ok, kann man hören, zieht aber keinen mehr von der Theke weg!

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Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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