Wer bitte ist denn Kiddo Kat, dachte ich mir, als ich die CD aus dem Briefumschlag ziehe. Google verrät mir, dass es da 2016 mal einen viralen Hype gab, als sie in einer S-Bahn gesungen hat. Ah, ja, ich erinnere mich dunkel daran. Man klickt sich etwas weiter durch YouTube und findet noch das ein oder andere von Ihr und doch, sie ist recht produktiv und kann definitiv was.

Jetzt also auf Albumlänge. A Piece Of Cake ist der Titel und der Sound ist auf jeden Fall in der Ecke simple und vor allem massentaugliche Popmusik angesiedelt. Aufgrund der Tatsache, dass Anna Guder aber eine verdammt coole Stimme hat und genau weiß, wie sie damit umzugehen hat, klingt das Album stellenweise tatsächlich ganz frisch.

Dass ihr etwas weniger Pop aber auch sehr gut steht, zeigt sie eindrucksvoll auf Settle Down. Es muss nicht unbedingt diese einfach gestrickte Pop-Musik sein, es darf auch gern mal in Richtung – sagen wir mal – countryähnlichem Beat-Sound gehen. So wirklich peinliche Tracks wie z. B. Boomerang braucht sie eigentlich gar nicht.

Auch so Dinger wie Just Kidding sind zwar wieder massentauglich, aber auch perfekt um als Eintags-Sommerhit-Fliege im Nirvana der Popmusik unter zu gehen und vielleicht irgendwann mal bei Oliver Geissen als Platz 99 der Sommer-Hits 2018 aufzutauchen.

Mehr von diesen stimmlastigen Tracks wie You Need To Know That oder Muted (beide in der Acoustic Solo Version) und weniger von so Million Miles Popschrott. Aber das ist und bleibt am Ende eben einfach nur Geschmackssache und der Großteil der Radio-Hörer liebt halt so simpel gestrickte Musik, die schnell ins Ohr geht. Leider (oder vielleicht zum Glück) verschwinden so Songs auch mindestens genau so schnell wieder, wie sie gekommen sind.

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Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.