Ganz vorne weg, hier wird ein Thema bearbeitet, das nicht schon diverse Male in Hörspielen „verwurstet“ wurde, die Geschichte ist nicht sehr kompliziert, aber auch auf gar keinen Fall langweilig. Gut, etwas mehr Einführung in die Liste der Verdächtigen wäre (wieder mal) nicht verkehrt, es geht sehr schnell darum, wie man den eigentlichen Täter dran bekommt, als erstmal zu ermitteln, wer überhaupt ein Tatverdächtiger ist. Ist aber auch ok, erwartet man ja schon fast von den Fünf Freunden und so viel Zeit ist auf einem Hörspiel ja jetzt auch wieder nicht.

Worum geht es?

Ein alter Seemann hat in Kirrin ein Fischgeschäft eröffnet und bringt mit seinem Gesang zum Akkordeon so richtig Stimmung in das kleine Fischerdorf.
Doch hat er auch seinen Laden richtig im Griff? Ein Missgeschick folgt dem nächsten, und schließlich meint jemand, Kirrins Bürger vor Aale-Peter warnen zu müssen. Allerdings schriftlich und ohne sich selbst zu erkennen zu geben. Das macht die Fünf Freunde skeptisch. Sie ermitteln bis tief in die Nacht, um Aale-Peter zu helfen.

Ohne alles vorweg zu nehmen, die Idee, wie man den Täter finden könnte, ist vielleicht nicht mehr ganz aktuell, aber genau das ist wirklich gut. Manchen ist es vielleicht etwas zu „Oldschool“, aber hier merkt man, daß diese Hörspielreihe schon etwas länger aktiv ist. Man muss nicht immer von voll endkrassen MeTubern reden oder sich mit Trollen herumschlagen.

Wobei… würde so eine Idee mit der Handschrift heute noch klappen? Ist ja schließlich nicht getippt und im Smartphone lesbar. 

Reinhören: 

Aber! Man will ja die Kinder ansprechen, die Erwachsenen Fans und Hörer müssen nicht mehr erreicht werden, sie können auf diverse „ältere“ Hörspiele zurückgreifen. Die jungen Fans werden mit dieser Folge auf jeden Fall angesprochen – zumindest in unseren vier Wänden. Auch wenn die Entwicklung und das Ende recht schnell vorhersehbar ist (zumindest bei den älteren Zuhörern) ist diese Folge wieder mal sehr unterhaltsam. Spannung, Sound und auch der Lerneffekt kommt auch in dieser Folge nicht zu kurz.

Absolut gelungen. Der „unsichtbare Feind“ ist hier kein Virus oder Terrorist, sondern einfach ein Mensch, der sich zwar gern äußert und beschweren möchte, aber bitte ohne selber persönlich in Erscheinung zu treten – und genau das kennen wir ja aus sozialen Netzwerken zu genüge und man kann seinen Kindern nicht früh genug beibringen, dass es wichtig ist, klar und offen seine Meinung zu sagen – auch wenn man sich damit nicht immer Freunde macht. 

  • Label: EUROPA
  • Genre: Abenteuer, Freundschaft, Detektiv
  • Kategorie: Hörspiel
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Folge: 128
  • Erscheinungsdatum: 07.09.2018
Author

Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen.