Fischspezialitäten, schöne Seen, die „Mall of America“, Minneapolis hat viele schöne Dinge. Und Rap! Dank Atmosphere ist die Stadt auch bekannt für guten Underground-Rap. Unermüdlich ist das Duo auf Tour, liefert konstant Top-20 Alben ab und das Label Rhymesayers (u.a. MF Doom, Aesop Rock) liefert konstant qualitativ hochwertige Musik ab. „Wir haben den Großteil unsere Karriere – Gott, wir können es eine Karriere nennen! – damit verbracht die Southside von Minneapolis gebührend zu vertreten.“ (MC Sean „Slug“ Daley) – und so liefern sie mit dem Album „Southsiders“ einen ShoutOut an die Nachbarschaft ab. An die Stadt, in der sie groß geworden sind.

Mit „Southsiders“ erlaubt uns Slug erneut einen detaillierten Blick auf sein Leben.

Slug, der inzwischen Vater von drei Kindern ist, setzt sich jetzt mit der Vergänglichkeit auseinander. „Ich frage mich ‚Wer bin ich, über den Familienvater hinaus? Über was soll ich nun rappen?‘ Ich bleibe bei dem was ich schon immer getan habe, rappe über das was ich tue und worüber ich mir Gedanken mache.“ Tiefgehend, mit Hintergedanken, Botschaften und Zeigefinger. Atmosphere war nie die Band, die für 1A Partytracks und die damit oft verbunden „dies, das, Hands-Up-Tracks“ stand.

Dennoch, oder genau deshalb, haben sie eine riesen Fan-Base und wissen, was Ihre Fans wollen. Rundrum perfektionierte Beats, die Slug perfekt unterstützen. In dem rund 10 Monaten „quälte“ sich Slug mit jedem Detail, mit jedem Wort und ließ sich von Ant mit seinen Songskizzen anregen.

Atmosphere liefern einfach einen einzigartigen Sound ab. Die Live-Instrumentationen bieten einen starken klanglichen Kontrast zu Slugs oft eher schwer verdaulichen Themen. Das wird auch mit der ersten Single des Albums deutlich: „Bitter“ – eine Verurteilung von Anspruchs-Mentalität, dessen Sound im Kontrast dazu von Synthesizern getragen wird. Absolut gelungen! Slug versucht regelmäßig, Themen, die ihn selber betreffen, in universelle Nachrichten zu packen.

„Will ich, dass sich die Leute an mich erinnern mit den Worten ‚Oh, der Typ war sehr gut. Er konnte astral projections mit gastral infections reimen‘? Oder will ich eine positive Energie für die Bewegung als Ganzes sein?“, sagt Slug. „Es gibt einen größeren Sinn für das was ich tue, als nur über mich selbst zu sprechen.“ Und wie wirkt sich das auf seine gegenwärtigen Reime aus? „Na ja“, deutet er an, „Ich muss realistisch bleiben und sicher gehen, dass die hässlichen Dinge hässlich bleiben und das Schöne schön bleibt.“

Und das ist Ihm und seinem Homie Ant auf „Southsiders“ mal wieder blendend gelungen! Keine Features, nur Atmosphere, das wirklich schöne Rap-Album in einer tollen & wieder mal durchdachten Verpackung, so gefällt mir das!

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TRACKLIST Southsiders

01. Camera Thief
02. Arthur’s Song
03. The World Might Not Live Through The Night
04. Star Shaped Heart
05. I Love You Like A Brother
06. Southsiders
07. Bitter
08. Mrs. Interpret
09. Fortunate
10. Kanye West
11. We Ain’t Gonna Die Today
12. My Lady Got Two Men
13. Flicker
14. January On Lake Street
15. Let Me Know That You Know What You Want Now

Author

Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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