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Reingeschaut: Rogue Hunter

Wenn die Jägerin zur gejagten wird... Regisseurin M.J. Basset hat schon den ein oder anderen Genrefilm abgeliefert und hier verbindet sie das, was sie gut kann, mit dem, was Ihr am Herzen liegt.

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Rogue Hunter

Die Story von Rogue Hunter klingt zuerst wie diverse andere Aktion-Kracher auch: Ein Söldner-Team befreit die Tochter einer wichtigen Persönlichkeit aus den Händen von Terroristen und bekommt mit eben diesen Terroristen im Anschluss selbstverständlich Probleme, da diese sich rächen wollen.

Soweit so gut, kennt man, hat man schon sehr oft gesehen. Um mit Rogue Hunter jemanden vor den heimischen Fernseher zu locken, muss schon noch etwas mehr passieren und das ist hier zum Glück der Fall…

Rogue Hunter – Worum geht es?

Als die Söldnerin Samantha und ihr Team die entführte Tochter eines Gouverneurs aus den Fängen afrikanischer Terroristen befreien, sieht zunächst alles nach einem Routine-Job für die erfahrenen Profis aus. Doch der Kopf der Entführer Zalaam und seine Männer heften sich sofort an ihre Fersen und eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt, die Samanthas Söldnertruppe zu einer verlassenen Farm führt. Schon bald muss das Team erkennen, dass das Gelände zuvor von Wilderern zur Aufzucht von Löwen genutzt wurde, die an Trophäenjäger und Tierhändler weiterverkauft wurden – und dass nicht alle Löwen die Farm verlassen haben. Auf der Flucht vor den Terroristen und dem gefährlichsten Raubtier Afrikas verstehen die Soldaten, wie schnell der Mensch am Ende der Nahrungskette stehen kann, wenn aus Jägern gejagte werden…

Rogue Hunter liefert eine wirklich gut durchdachte und unterhaltsame Geschichte mit jeder Menge Aktion. Zum Glück hat aber die animierte Löwin nicht ganz so viele Auftritte bzw. liegen die meisten in Dunkelheit, denn diese ist tatsächlich unfassbar schlecht gemacht.

Auch der künstliche Klippensprung in Rogue Hunter wirkt absolut künstlich und passt so gar nicht zum Rest der grundsätzlich guten Bilder. Kurze Momente, die mir aber negativ aufgefallen sind. Aber mit CGI-Effekten haben schon so manch andere zu kämpfen gehabt… 

Regisseurin M.J. Basset hat schon den ein oder anderen Genrefilm abgeliefert und hier verbindet sie das, was sie gut kann, mit dem, was Ihr am Herzen liegt.

Das Thema Tierschutz ist ihr nämlich absolut wichtig, aus diesem Grund fängt Rogue Hunter auch nicht direkt mit dem Einsatz der Söldnertruppe an, sondern wirft erstmal einen Blick auf eine Löwenfarm, die eine perverse Großwild-/Löwenjagt sowie sonstigen illegalen Tierhandel anbietet. Hier wurde zudem noch mit echten Löwen gedreht, erst in den „wichtigen“ Tötungs- und Kampfszenen kommen dann die animierten Tiere zum Einsatz.

Basset zeigt das blutige und unwürdige Treiben, das es so aktuell auf diversen Farmen in Afrika nach wie vor gibt, um sogenannte Großwildjäger zu befriedigen. Erst in der zweiten Sequenz bekommt man das Söldnerteam rund um Samantha zu Gesicht. Sehr gelungener Einstieg!

Die Befreiungsaktion selber ist rasant und mit einem blutigen Shootout, ähnliche spannenden Szenen gibt es immer wieder und die Story drumrum passt perfekt. Tolle Bilder, spannende Story, mit ein paar Chips reicht das ganze für einen guten Filmabend! Rogue Hunter ist kein filmisches Highlight, unterhält aber auf jeden Fall.

Rogue Hunter Fakten:

Cast: Megan Fox, Philip Winchester, Greg Kriek, Brandon Auret, Jessica Sutton, Kenneth Fok, Isabel Bassett, Adam Deacon
Regisseur : Michael J. Bassett
Seitenverhältnis : 16:9 – 2.40:1
Alterseinstufung : Freigegeben ab 18 Jahren
Produktabmessungen : 17.2 x 13.5 x 1 cm; 80 Gramm
Medienformat : Breitbild
Laufzeit : 1 Stunde und 46 Minuten
Erscheinungstermin : 5. März 2021
Untertitel: : Deutsch
Studio : SquareOne Entertainment (im Vertrieb von LEONINE)

Markus

Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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