Nachdenklich, ehrlich, traurig, zurückhaltend, offen, KaynBock setzt sich auf kreative Weise mit der Entwicklung vom Jugendlichen zum Erwachsenen auseinander. Er sucht seinen Heimatplaneten, orientierungslos, die Entscheidungsfreude gleich null, man fragt sich wirklich, was ist da los? Ein bisschen Wahrheit steckt ja immer in den Texten, oder?

Drei Jahre hat KaynBock aus Bielefeld an Astronaut gearbeitet und ich bin beim hören hin und her gerissen. Dies Album ist inhaltlich sehr hochwertig, aber auf Dauer nicht sehr unterhaltsam. Es zieht einen runter – und Musik soll ja Spaß machen und Unterhalten! Dennoch, Tracks wie „Alte Kinder“ oder auch „Kälteschlaf“ sind großartig, aber auf Albumlänge fällt es mir als Höhrer schwer, mich mit allem zu identifizieren, was KaynBock da so erzählt. Immerhin ist er authentisch und hat keine Angst, Fehler offen zu legen. In der Rap-Szene prinzipiell ein mutiger Schritt und das macht das Album auch so interessant!

Mit Astronaut hebt sich KaynBock defintiv von der Masse ab, Beats und Raps sind gut, es kommt genau die Stimmung an, die er scheinbar vermitteln will. Man darf gespannt sein, wie sich KaynBock entwickelt, da steckt auf jeden Fall sehr viel Potential drin!

„Niemand muss Astronaut sein, um erwachsen zu werden, aber manchmal braucht man den Blick von ganz oben, um sich selbst zu sehen.“

facebook.com/kaynbockaufFB

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Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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