Wie oft genau hat Lupe Fiasco jetzt sein musikalisches Schaffen schon an den Nagel gehängt? Ich weiß es nicht genau, aber jetzt ist es gerade wieder soweit, das er mit Vollgas nach vorne will und so erscheint dieser Tage Drogas Light, ein simpel gestricktes Album, das in die heutige Zeit passt.

Ich persönlich feier ja die alten Dinge, Kick Push, Superstar oder Daydreamin´  waren schon ziemlich derbe Bretter, auch wenn Lupe Fiasco heute nach wie vor ein großartiger Rapper ist, fragt man sich zum Beispiel bei Promise, was das ganze soll. Uninspiriert, langweilig, hingerotzt, das kann Lupe Fiasco defintiv besser.

Wobei ich die Art und Weise, wie Soundtrakk das Sample von Gigi D’Agostinos Bla Bla Bla bei Jump umsetzt, ist schon geil. Die Raps von Gizzle und Lupe Fiasco können sich auch sehen lassen, passt auf jeden Fall perfekt in die heutige Zeit. Dieser Lupe Fiasco ist definitiv ein großartiger Künstler.

Ansonsten werden selbstverständlich derzeitige Standards wie Auto-Tune, trablastige Beats und sehr simple Hooks (und Texte) für die breite Masse abgeliefert. Also eigentlich ist Drogas Light, bis auf ein paar kleine Highlights, nichts besonderes, vor allem, was die Beats angeht. Wenn man darüber hinwegschauen und sich an dem virtuosen Flow erfreuen kann, funktioniert Drogas Light tatsächlich sehr gut.

Auch die Menge an Feature-Gästen (Bianca Sings, Ty Dolla $ign, Simon Sayz, Rick Ross, Victoria Monet, Rxmn, Salim und Jake Torrey) hätte nicht sein müssen, hier hätte Lupe Fiasco lieber noch ein paar mehr Lyrics auspacken sollen, dann hätte das Album nicht so einen krassen Pop-Beigeschmack bekommen, den man bei Tracks wie Pick up the Phone oder It´s not Design ganz bitter zu spüren bekommt.

Für das Auto oder den einen oder anderen Clubeinsatz definitiv eine gute Sache.

Und wer weiß, dies ist der erste Teil einer Trilogie, da ist also noch ganz viel Luft nach oben!

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Vater, Fotograf, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen. Zusätzlich blogge ich auf markusroedder.de über Dinge, die hier keinen Platz finden.

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