Detroit (Reingeschaut)

Dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit und macht mehr als wütend. Man kann nur hoffen, das es solche Szenarien nie wieder gibt. Der Film wird grade am Anfang immer wieder von Originalaufnahmen ergänzt, was zusammen mit der hektischen und wackeligen Kameraführung von Barry Ackroyd wirklich gut kommt.

Kathryn Bigelow beweist mit DETROIT abermals ihr Gespür für die intelligente Inszenierung eines nervenaufreibenden Politthrillers, der die wahre Geschichte einer Nacht aus dem Jahre 1967 beleuchtet. Eine schicksalsträchtige Nacht und dramatischer Höhepunkt einer der größten Bürgerrechtsaufstände in der Geschichte der USA mit 43 Toten, über 1000 Verletzten und mehr als 7.200 Verhaftungen.

Worum geht es?

Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte, als das Land von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht wird. Die Eskalation des Vietnamkriegs sowie jahrzehntelange Ungleichheit und Unterdrückung fordern ihren Tribut. Die Unzufriedenheit und kochende Wut finden schließlich ihren Höhepunkt in den Großstädten, wo die afroamerikanische Gemeinschaft seit jeher mit systematischer Diskriminierung sowie hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Kathryn Bigelows neustes Werk fokussiert sich auf die schreckenerregenden Ereignisse eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit: Als zwei Tage nach Beginn der Rebellionen auf der Anlage eines Motels Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia.

Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen – in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich …

Die kammerspielartigen Hotel-Szenen sind mir persönlich ein bisschen zu lang gezogen, auch wenn sie absolut wichtig für den Film sind. Auf der anderen Seite schafft es Kathryn Bigelow aber, den Zuschauer damit so zu packen, dass man dran bleibt.

Man spürt förmlich die Angst der Beschuldigten im Hotel. Ohne spoilern zu wollen – sie müssten vermutlich nur ein kleines Detail preisgeben und die Sache wäre wahrscheinlich gegessen gewesen – allerdings haben alle eine solche Angst vor den rassistischen Polizisten, denen niemand einen Riegel vor ihr menschenunwürdiges Verhalten schiebt. Die meisten schauen weg und unterstützen sie damit natürlich.

Szenenbilder:

Den Streifenbeamte Krauss, großartig gespielt von Will Poulter, würde man für sein Verhalten und seinen Rassenhass am liebsten aufs brutalste Foltern, man ertappt sich immer wieder bei dem Gedanken, was man jetzt am liebsten mit diesem Typen machen würde – langsam die Haut abziehen wäre hier wohl noch zu nett!

Aber die Schauspieler sind allesamt großartig und Bigelow hat es einfach drauf. Sie liefert mit Detroit ein hervorragend besetztes und eindrucksvoll in Szene gesetztes Zeitdokument der Rassenunruhen der 60er in Detroit ab.

Unterm Strich ein etwas langatmiger Film, der sich aber absolut lohnt.

Trailer

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DVD-Fakten:

Darsteller: John Boyega, Will Poulter, Algee Smith, Jason Mitchell, Anthony Mackie
Regisseur(e): Kathryn Bigelow
Format: Dolby, DTS, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.85:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Concorde Video DVD
Erscheinungstermin: 5. April 2018
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 138 Minuten

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