Reingeschaut: Der Kurier

Wenn das Geld gerade mal zum Leben reicht und man nicht in der Lage ist, die medizinische Fürsorge eines Familienmitgliedes sicher zu stellen, ist man eventuell bereit, auch nicht ganz legale Dinge zu tun. Auf jeden Fall ist das bei Sean (Daniel Radcliffe) so. Zumindest spielt er ein doppeltes Spiel und hängt genau zwischen der US-Drogenbehörde und dem mexikanischem Drogenkartell. Das ganze klingt nach einer spannenden Story – wirklich?

Worum geht es?

Sean Haggerty ist ein Drogenkurier und er spielt ein doppeltes Spiel. An Bord der Cessna, die er fliegt, ist eine Ladung Kokain. Er wird den Stoff über die Grenze bringen und die DEA wird von ihm erfahren, wo er die Ladung übergibt. Wenn die Falle über dem Kartell zuschnappt, bekommen Sean und seine Frau eine neue Identität und Jen die teure medizinische Behandlung, die ihr Leben rettet. Doch Seans Auftraggeber ändern ihren Plan und auch die DEA hat neue Ideen vom Ablauf der Aktion. Es wird eng für Seans Doppelspiel. Dann kommt eine Nachricht, die alles verändert – das Kartell hat Jen…

Der Film spielt zu 80 % an nur einem Schauplatz – der Cessna von Sean Haggerty. Das dauerhafte brummen des Motors und die dunkle Nacht wirkt nahezu einschläfernd, würde nicht ständig das Telefon von Sean klingeln – man könnte dabei sehr gut wegdämmern. Gut, das gepiepse von den Instrumenten und die schlechten Wetterbedingungen stören den gesunden Couchschlaf dann auch.

Zusätzlich halten einen die Telefonate und die kurzen Rückblicke in Sean Haggertys Leben dann doch irgendwie wach und nachdem man langsam feststellt, dass die Flugsequenz nicht nur eine Einleitung des Films ist, sondern sich zu einem Kammerspiel entwickelt, will man schlussendlich doch wissen, wie der Film von Adam Hoelzl ausgeht.

Unterm Strich lohnt sich dieser Film aber nicht. Ich halte Daniel Radcliffe für einen äußerst talentierten Schauspieler – Imprerium ist großartig, aber hier schafft er es leider nicht, dem Film in irgendeiner Art und Weise etwas „Würze“ zu geben. Auch die Story ist an  sich gut, aber die Umsetzung geht über die Länge von gut 90 Minuten in die Hose, auch wenn  es am Schluss etwas turbulenter wird.

Trailer:

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DVD-Fakten

Darsteller: Daniel Radcliffe, Grace Gummer, Pablo Schreiber, Renee Willet
Regisseur(e): Jesper Ganslandt
Format: Widescreen
Untertitel: Deutsch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Alive – Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 11. Mai 2018
Produktionsjahr: 2018
Spieldauer: 90 Minuten

Vater, Fotograf, DJ, Blogger, Medienmensch, alles eher autodidaktisch, aber alles mit ganz viel Leidenschaft. Ist auch bei Twitter & Instagram unterwegs. Natürlich kann man mir auch bei Facebook folgen.

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